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Sarah in Kirgistan

Reiseberichte, Eindrücke und Erlebtes



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Maierlebnisse

Der Wonnemonat Mai, war ganz schön ereignisreich für mich;-)

1) Krankenhauserfahrung

Ich hatte hier ziemliche Probleme mit meinem Ohr, welche einfach nicht weggegangen sind. Also musste ich ins Krankenhaus, aber nur ambulant. Als erstes musste ich Geld bezahlen, dann wurde mir ins Ohr geguckt... Dort hat der Arzt nichts gefunden...dann musste ich wieder Geld bezahlen, dann wurde ein Hörtest gemacht....dann musste ich wieder Geld bezahlen und der Arzt hat mit mir eine Druckausgleichmethode gmacht, bei der einem sehr, sehr viel Luft in die Nase gepumpt wird...dann durfte ich gehen und den Rest der Woche wiederkommen...irgendwann hat er mir dann auch noch blutverdünnende Medikamente verschrieben...aber die habe ich nur einen Tag genommen, da die Wirkung echt zu heftig für mich war;-) Ich kann jetzt verstehen, warum die Einheimischen ungern zum Arzt gehen. Man bezahlt und bezahlt und bezahlt und die Behandlung ist etwas fragwürdig...

2) Deutschlandbesuch

Ich bin mitte Mai für 2 Wochen nach Deutschland geflogen...Man! Ich war so aufgeregt...  Da ich Samstag sehr früh geflogen bin, sind wir Freitag noch weggegangen und 2 Freunde von mir haben mich dann zum Flughafen gebracht. Ich wollte eigentlich alleine fahren, bin aber doch sehr froh, dass die beiden mich gebracht haben. Wir wurden nämlich auf dem Weg von der Polizei angehalten und der Taxifahrer war erstmal 15 min. weg..Als ich dann in Deutschland war, war es total komisch, dass ich alle Menschen verstanden habe...und über was für einen Müll sich die Leute unterhalten...Ich dachte immer, dass sich hier in Kirgistan die Menschen über was ganz wichtiges unterhalten, wenn ich sie nicht verstehe...aber, das glaube ich jetzt nicht mehr;-) Deutschland war echt toll...Vor allem Hamburg hat mich mal wieder sehr positiv überrascht. Und alle meine Freunde sind genauso wie vor 7 Monaten und meine Familie ist auch immer noch die alte;-) Nur meine kleine Nichte ist natürlich gewachsen...und immer, wenn sie ein Flugzeug gesehen hat, hat sie gerufen: "Da ist Tante Sarah" Es hat ein paar Tage gedauert, bis sie wusste, dass ich ja die Tante Sarah bin;-)

3) Arbeit

Im Mai habe ich nur eine Woche gearbeitet..und die war ziemlich anstrengend. Damit ich überhaupt nach Deutschland fliegen durfte, musste ich mir eine Vertretung suchen. Weil meine Kollegen die Arbeit sonst nicht geschafft hätten. Das finde ich auch immer sehr schwierig an meiner Arbeit...einerseits arbeite ich als volle Kraft und soll mich um mehr Kinder kümmern als die anderen und andererseits, werden mir nie irgendwelche Pläne oder Veranstaltungen mitgeteilt...so dass ich immer erst an dem Tag erfahre, dass wir einen Ausflug machen, oder länger arbeiten um zu dekorieren...da ich jetzt nicht soooo der spontanste Mensch bin, habe ich damit immer meine Probleme.

Aber wir haben in der letzten Woche ein große Fest vorbereitet und unsere großen Kinder in die Schule verabschiedet...das war schon schön, zu mal wir jetzt erstmal nur 5 Kinder haben;-)

4) Freizeit

Im Mai war ich ein paar Mal in den Bergen und bin zu einem Wasserfall gewandert...ich genieße das wunderschöne Sommerwetter oft in einem Kaffee und das Nachtleben besteht immer noch aus Zeppelin, Zeppelin, Zeppelin ;-)

15.6.12 04:56


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Aprilerlebnisse ;-)

April, April, der macht was er will...und ich kann jetzt endlich auch machen was ich will, denn es ist Früüüüüüühling!!! Wir haben immer so um die 25 Grad und Sonnenschein...manchmal ist es schon etwas heiß aber ich freue mich einfach so, dass die Sonne scheint...Egal, dass es staubig ist, dass die Müllberge wieder zum Vorschein kommen und ich wieder bemerke, dass die Straßen wirklich in einem katastophalem Zustand sind...Aber jetzt gibts auch Eis...das russiche Standarteis ist für umgerechnet 1,5 Cent erhältlich und Wassereis kostet auch nur einen halben Cent;-)

Im April, habe ich an den Wochenenden ziemlich viel gemacht, da ich es echt nicht mehr drinnen aushalten konnte... Erstmal war ich nach Indien ja froh, wieder in einer vertrauten Umgebung zu sein. Gleich am ersten Aprilwochenende sind wir nach der Arbeit zum Busbahnhof gefahren und haben eine Maschruttka nach Karakol (6h Fahrzeit) genommmen. Spätabends sind wir dann angekommen und sind dann schnell in unsere Unterkunft. Dort haben 2 andere Deutsche auf uns gewartet, die schon eine Woche Urlaub hatten. Morgens sind wir dann früh raus und dann ab in die nächste Maschruttka um in die Berge fahren zu können. Mit dem Fahrer sprachen wir noch ab, dass wir anhalten müssen um uns was zu essen zu kaufen... Wir fahren los, auf den ersten 5 Metern baut der Fahrer einen Unfall...also umsteigen und weiter gings...plötzlich meint der Fahrer zu uns, ihr müsst hier raus! Wir ganz verwirrt, aber wir müssen doch noch einkaufen! Davon wusste er nichts und er muss jetzt weiterfahren. Was für ein Drama für mich, eine 2 Tagestour in die Berge und ich habe nichts zu essen mit;-) Naja, die 2 anderen Deutschen meinten, sie hätten was mit und da wir ja sowieso schon mitten in der Pampa waren und wir nicht genau wussten, wie lange wir zur Berghütte brauchen mussten wir losgehen! Also los gings in die wunderbaren Berge. Wir mussten über einige Lawinen klettern...ist ja ganz schön viel, was da so einen Berg runterkommt. Nach 5 Stunden hochwandern kommen wir endlich über die Klippe und sehen in ein wunderschönes Tal. Wir waren knapp 2700m hoch! Was für ein traumhafter Anblick und wir haben sogar Adler gesehen. Als wir da waren, habe wir unsere Zimmer bezogen und sind dann gleich in die heißen Quellen baden gegangen! In den heißen Quellen wurde dann schonmal das Bier rausgeholt (denn Alkohol haben wir genug mit hochgeschleppt...) Dann gab es ein kärgliches genau berechnetes Abendbrot und eine Flasche Wodka...naja, es hat gereicht und wir sind dann pünktlich ins Bett..Morgens wieder früh raus, jeder erhielt seine berechnete Essensration und dann zurück ins Tal.. Die Wanderung war wundervoll! Ich will auf jeden Fall öfter zu einer Hütte wandern, das macht ziemlich viel Spaß.

Naja, dann wieder eine Woche arbeiten und dann hatte mein Mitbewohner Mika Geburtstag! Er hat geplant in die Berge zu fahren und dort Schaschlik zu machen! Das war auch ziemlich cool. Erst alles vorbereiten und dann in die Berge, dort alles aufbauen, die Jungs schmeißen den selbstgebauten Grill an und dann gabs sehr leckeres Schaf- und Hühnerschaschlick..Abends dann ziemlich durchgefroren zurück nach Hause. Dann wieder so eine komische Pause vom Wochenende, in dem ich arbeiten musste...und dann wieder Wochenende.

Da ich ja auf Arbeit für die Pferde verantwortlich bin, habe ich beschlossen, dieses Wochenende mit meiner Freundin einen Ausritt in die Berge zu machen und dort zu frühstücken. Also Sonntag morgen raus zur Arbeit und dann rauf auf die Pferde. Wir müssen immer 1 h durch die Stadt reiten bevor wir in die Berge kommen. Wir sind eine große Attraktion, da in Kirgistan Pferde von Männern geritten werden und nicht von 2 ausländischen Mädchen. Um in die Berge zu kommen, ist der sicherste Weg über einen Friedhof zu reiten...In der Woche ist es da ja immer leer, aber an einem Sonntagmorgen...Es war ziemlich voll und ich weiß nicht genau, ob man mit dem Pferd über den Friedhof reiten kann oder nicht...Nachdem wir den Friedhof hinter uns gelassen haben, kamen wir an einem Kirgisen vorbei, nenne ich ihn mal A. A. lag im Gras und hatte seine Stute mit Fohlen neben sich und ließ sie grasen. Verstohlen guckte er zu uns, aber sagte nichts. Etwas weiter kamen wir an einem alten Schäfer und seiner Schafherde vorbei. Im selben Moment entdeckten wir einen guten, schattigen Platz zum frühstücken. Als wir dort ankamen und die Pferde absattelten, kam plötzlich ein Bulle hinter einem Busch zum Vorschein und beobachtete uns...wir waren noch unschlüssig, was wir tun sollten... Plötzlich kam A auf seinem Pferd angaloppiert und verscheucht den Bullen. Ich dachte noch, dass ist seiner und bin froh, dass Bulle und A weg sind.Aber Pustekuchen, A kommt zurück und setzt sich in den Schatten, wo ich frühstücken will... Also setzen wir uns in die Sonne und sind unschlüssig, wie wir uns A gegenüber verhalten sollen. Wir nehmen die Ignorierstrategie. Plötzlich tauchen die ganzen Schafe auf mit ihrem Schäfer im Schlepptau auf. Der Schäfer kommt natürlich gleich auf uns zu und will sich mit uns unterhalten...Oh Mann, ich wollte doch nur in den Bergen frühstücken und nicht auf russisch rumstottern...Im Endeffekt sitzen wir alle zusammen im Schatten und müssen 100 Gramm trinken... 100 Gramm heißt, dass man Wodka auf seine ganzen Angehörigen trinkt. Und wer kann schon nein sagen, wenn es heißt " Nein du musst trinken, das ist auf deine Mama, liebst du deine Mama nicht? Du musst doch auf deine Mama trinken, nur ein bisschen..guck, das ist doch nichts, ist doch nur ein bisschen, bla,bla,bla" solange bis man ja sagt. Ich war ein bisschen froh, als wir endlich zurückgeritten sind und ich leicht betrunken auf meinem Pferd saß;-) Ich hasse dieses 100 Gramm trinken...ich weiß bis jetzt nicht, wie ich da raus kommen soll...und ich will nicht die ganze Zeit lügen, dass mir das meine Religion verbietet... Aber an sich ist es toll, durch die Berge zu reiten, da verstehe ich die Bücher von Aitmatov doch viel besser!

Ja, das Zeppelin gibt es natürlich auch noch... Malika und ich haben letzten wieder für ein bisschen Ärger gesorgt..Ein betrunkener Russe will uns unbedingt was ausgeben...Wir bestellen Salat, essen ihn und gehen dann tanzen und ignorieren ihn...Mein armer Mitbewohner der immer mit dabei ist, kriegt nichts mit...aber vom dem Typen eins auf´s Maul, da wir ihn ignorieren...War schon irgendwie ziemlich lustig und es ist zum Glück nichts passiert. Also der April war ein toller Monat...und für mich gehts ja nun bald auf Stippvisite nach Deutschland...ich werde berichten, wie es war, nach 7 Monaten für einen Urlaub zurückzukehren.

7.5.12 06:37


Märzerlebnisse

Im März hatte ich das Glück, dass ich für 2 Wochen nach Indien fliegen durfte!! Eine Woche davon hatte ich ein Seminar von meiner Organisation aus und die restlichen Tage konnte ich machen was ich wollte!! Also heute mal ein Blog über Indien! Nachdem es Anfang März immer noch Minusgrade in Kirgistan waren, sind wir an einem Sonntagabend bei Neuschnee zum Flughafen aufgebrochen. Knapp einen Tag später sind wir in Delhi gelandet (18 h Aufenthalt in Almaty)!! 27 Grad waren dort und ich besaß zu diesem Zeitpunkt keinerlei Sommerklamotten! In Delhi stellte ich erstmal fest, dass meine kirgisische Nummer nicht geht und an meine deutsche SIM-Karte habe ich natürlcih auch nicht gedacht. Also schnell ein Taxi genommen und dann wollte ich nur noch ins Hotel! Die Taxifahrt war ziemlich gruselig und zum Schluss wollte er 3000 Rupies von mir haben! Das sind ca. 50 Euro! Ich habe ihm 500 gegeben und er hat mich ziemlich verflucht...was mir den Start echt nicht leicht gemacht hat. Meine Organisation hatte dann auch noch kein Zimmer für mich gebucht...und es war alles ein ganz schönes durcheinander..zumal ich das indische Englisch überhaupt nicht verstanden habe. An meinem ersten Tag bin ich dann auf den Basar um mich mit Sommerkleidung einzudecken! Es war alles ziemlich laut, dreckig und sehr, sehr schnell. Die Sonne hat man in Delhi nicht gesehen, weil alles voller Smog war. Die Straßen sind absolut lebensgefährlich...da ist es ein Kinderspiel in Kirgistan über die Straßen zu gehen. Ständig wird gehupt, geschrien und gedrängelt... Ich muss sagen,der erste Eindruck den ich von Indien bekommen habe, war nicht so gut. Als dann das Seminar losging, wurde es auch erstmal nicht besser, da mir die Indienfreiwilligen erstmal von ihren neg. Erfahrungen erzählt haben. Nach dem Seminart hatte ich noch 4 Tage Zeit. Ich wollte eigentlich in Delhi bleiben, da ich ein bisschen Angst hatte so durch Indien zu reisen. Wir haben uns dann aber doch spontan zu einer Reise in den Norden nach Rischikesh entschieden. Das war eine gute Entscheidung. Auch wenn Rischikesh eine absolute Touristenmetropole ist und alle Welt dort Yoga macht und jeder irgendein Guru ist..war es wundervoll den Ganges zu sehen, und in den Ausläufern des Himalaya wandern zu gehen!! Was für ein wunderschönes Land und jetzt habe ich auch endlich Inder kennengelernt, die normal waren!! Die nicht nur mit mir gesprochen haben um Geld zu erbetteln oder mich berühren zu wollen!! An meinem letzten Tag war ich dann nochmal shoppen! Alles in allem war Indien ein prägende Erfahrung! Soviel Armut in diesem Land! Und einfach so viele Menschen...Ich konnte mir das vorher nicht vorstellen! Ich bin um viele Erfahrungen reicher und doch wieder sehr froh in Kirgistan zu sein! MItllerweile haben wir hier ja auch um die 20 Grad! Ich genieße Kirgistan jetzt viel mehr! Als ich von Delhi wieder nach Bischkek geflogen bin, war ich mir nicht so sicher, ob das so gut ist... Ich wäre lieber nach Deutschland geflogen. Doch kaum war ich wieder in meiner WG und auf Arbeit und bei meinen Freunden, habe ich erst bemerkt, wie heimisch ich mich hier fühle und wie wunderbar normal Kirgistan ist!! Und mittlerweile bin ich auch stolzer Besitzer von deutschem Kaffee;-) da kann ich echt noch ziemlich lange hierbleiben (aber es sind leider nur noch 6 Monate...)
9.4.12 04:03


Februar-Erlebnisse

Ja, was ist passiert im Februar...eigentlich nicht so viel neues!! Ich warte seit ungefähr 3 Wochen auf den Frühling...aber der will hier nicht so richtig kommen...

Über die Arbeit

Mit mir und den Kollegen ist es auf Grund der Sprachbarriere immer so ein hin und her...in diesem Monat hat mich eine Kollegin zu sich nach Hause zum Essen eingeladen. Das war schon ein kleines Highlight. In ein traditionell-kirgisisches Haus zu kommen. Es war sehr bescheiden eingerichtet. Gegessen wurde auf dem Boden. In der Mitte des Zimmers war eine Tischdecke ausgebreitet, welche über und über mit Essen gefüllt war. Um die Tischdecke herum, waren Sitzkissen verteilt. Es waren Unmengen an Essen dort! Ich habe gedacht, dass noch andere Gäste kommen. Aber es waren nur noch ein weiterer Gast dort. Das Essen war in kleinen Schüsseln verteilt und jeder hat eine Gabel und einen Löffel bekommen und konnte einfach zugreifen. Es gab Plov (das traditionelle Reisgericht), Salate, Nüsse, Tee, Tomatensaft... und natürlich alles selbstgemacht. Für mich war es aber auch sehr anstrengend 3 Stunden lang eine russische Konversation zu versuchen...und nach dem Ausflug zu meiner Kollegin, war ich auch fix und fertig...Im meiner WG hat dieser Zustand den Namen "Brainfuck" bekommen, den man ist quasi vom Denken total geschafft.

Ansonsten durfte ich diesen Monat in ein staatliches Behindertenheim fahren. Das ist ein sehr großes Heim mit ca. 300 kindern. Auf 10 Kinder kommt 1 Betreuer... Die Kinder sind in verschiedene Gruppen eingeteilt. Es gibt eine "Liegegruppe" das ist für die Behinderten, die nicht in der Lage sind, zu gehen oder zu krabbeln...also die schwerst-eingeschränkten Kinder. Die Kinder in diesem Komplex sahen aus, wie im KZ...so dünne Kinder habe ich noch nie gesehen. Sie waren alle ziemlich apathisch...in jedem Zimmer gab es unzählige Betten...man konnte kaum an jedes Bett rankommen. Die Betten waren (fast) alle mit Namensschild und Geburtsdatum versehen...und die Kinder wurden mit Decken gewickelt, da es nicht genug Windeln gibt...

In den anderen Komplexen waren fast nur Kinder und Jugendliche, welche leichte körperliche und/ oder geistige Einschränkungen haben. Die Kinder sind in Jungen- und Mädchengruppen unterteilt und nach Schwere der Behinderung. Alle Kinder, welche in der Lage sind selbst zu essen sahen eigentlich ganz gesund aus...Alle hatten raspelkurze Haare, und so war schwierig eine Jungs- und Mädchengruppe zu unterscheiden. Das Mittagessen wird in einer großen Küche gekocht und dann Eimerweise (alles zusammen gemischt) in die einzelnen Komplexe gebracht. Dieses Heim wird stark durch Spenden unterstützt und ein schweizer Verein kümmert sich um Ausbildung der Mitarbeiter etc...und ich als Ausländer durfte mir das komplette Heim anschauen...das heißt, dass es also schon ziemlich gut ist... Und dass es noch schlimmer gehen kann, habe ich diesen Monat leider auch erfahren... Viele der Kinder, welche ich auf Arbeit betreue haben Epilepsie und gerade jetzt im Frühling (auch wenn er noch nicht wirklich da ist) gibt es viele Anfälle. Zwei der Kinder waren deswegen schon im Krankenhaus. Ein Junge kam aber nicht wieder...letzte Woche habe ich erfahren, dass er in die Psychiatrie gesteckt wurde und dort für 6 Wochen bleiben muss. Besuch darf er nicht bekommen! Dieser Junge leidet NUR!! an Epilepsie und ist hyperaktiv!! Meine Chefin hat versucht ihn zu besuchen, durfte ihn aber nur hinter einer Glasscheibe sehen...Sie sagte, er wird total mit Medikamenten zugedröhnt und war gar nicht wirklich in unserer Welt...und das für einen 7-jährigen Jungen und für 6 Wochen!!!! Das ist eigentlich jetzt das erste Mal, wo ich mit diesen krassen Unterschieden im Umgang mit Krankheit konfrontiert werde...und ich es nicht fassen kann, dass man wegen Epilepsie in eine geschlossene Einrichtung eingewiesen wird...

Die Natur

In der Natur war ich diesen Monat leider nur 1 Mal...Wir sind wieder zur Datscha rausgefahren...haben die Sonne und den Schnee genossen. Haben versucht Vögel zu schießen... aber zum Glück hatten wir was zu essen mit...den für eine Vogelsuppe, hätten wir doch die Zutaten nicht zusammen bekommen;-) diese kurze Zeit in der Natur war wirklich gut und erholsam!!

Die Partys

Zeppelin, Zeppelin, Zeppelin...

Der Rekord liegt bei 3 mal die Woche...mittlerweile habe wir Mädels einen eigenen Türsteher, der auf unsere Taschen, Getränke und uns aufpasst! Wir werden mit Namen begrüßt und auch immer höflich verabschiedet...Was will ich mehr;-)

Die russische Sprache

ist leider weiterhin ein Buch mit 7 Siegeln für mich...

4.3.12 17:23


Januar-Erlebnisse

"Die Zeit hat Flügel" und meine Zeit hier in Kirgistan scheint immer noch im Sturzflug zu vergehen. Heute habe ich endlich mein neues Visum für Kirgistan bekommen. Nachdem ich also nun 2 Wochen halb-illegal im Land war, könnte ich mich ab jetzt also wieder ausweisen. Aber ausländische Frauen werden fast nie kontrolliert. Es sind eher die Männer die ihre Papiere und ihre Arbeitsbescheinigungen zeigen müssen...und selbst, wenn man alles sofort zeigt, kann sich so eine Kontrolle über Stunden ziehen, da die Beamten Schmiergeld sehen wollen und nicht die Papiere.

Ja, was habe ich im Januar erlebt?

Ich war für 3 Tage mit Freunden in die Berge in eine Daschja (Bungalow, den jede russische Familie hat) gefahren. Das war super, endlich mal raus aus dem grauen Bischkek und rein in die weißen Berge. Wir sind über die ganzen Dörfer gefahren. Das ist schon ein total anderes Leben als hier in der Hauptstadt. Als wir in der Daschja-siedlung angekommen sind, wurde traditionell erstmal ein Wodka getrunken, das Auto ausgeräumt, der Ofen angemacht und dann gemütlich gekocht. Abends war uns dann doch etwas langweilig und wir haben uns entschlossen zu den heißen Quellen zu fahren. Also rein ins Auto, und los gings. Wir haben dabei aber nicht so recht die Zeit bedacht und waren 12 Uhr Nachts bei den heißen Quellen. Da wir nun schonmal da waren, wollten wir aber auch baden. Und zu unserem Glück war das Tor nur angelehnt und wir konnten rein gehen, ohne wirklich einzubrechen. Es war so ein tolles Gefühl mitten in der Nacht, in denBergen, bei Vollmond in den heißen Quellen zu schwimmen. Später kamen allerdings 4 Wachmänner. Ich habe mich erschrocken als sie mich aufeinmal mit ihrer Taschenlampe angeleuchtet haben. Aber zum Glück kannte einer von uns die Leute. Wir haben ihnen etwas von unserem Wodka abegeben, den normalen Eintritt bezahlt und dann war alles gut. Im Endeffekt, sind die Wachmänner sogar selbst mit in den Pool gegangen. Am zweiten Tag sind wir dann in die Berge zum wandern gegangen. Das war auch sehr schon, da es überhaupt nicht kalt war. Wir konnten mittags sogar draussen frühstücken. Am Abend kamen dann noch ein paar russische Freunde vorbei. Wir spielten zusammen Karten und erzählten furchtbare Gruselgeschichten über die Daschja...Und wir sind Nachts noch mit dem Auto durch die Berge gefahren. Ich war überglücklich, endlich mal wieder Auto fahren und dann auch noch Querfeldein durch die Berge und den Schnee!!! Eine super Erfahrung. Am dritten Tag haben wir nur alles wieder aufgeräumt, ins Auto gepackt und dann wieder nach Bischkek.

An einem anderen WE war ich dann endlich auch mal Snowboarden. Ich hatte echt schon etwas Angst, dass ich dieses Jahr wieder nicht fahren kann. Aber es war wirklich super. In Bischkek war an dem Tag absolutes Scheißwetter. Alles grau und minus 20 Grad. Aber in den Bergen war Sonnenschein und minus 12 Grad. Die Lifte waren auf Grund des schlechten Wetters in Bsichkek echt leer. Ich bin also unter traumhaften Bedingungen Snowboard gefahren. Das einzige negative, war echt nur der blöde Tellerlift... Diese Lifte sind ja für Snowboarder immer schon etwas blöd aber dieser Lift, war eine Erfahrung wert. Der Lift bestand nur aus Metall. Ich hatte schon am Anfang Schwierigkeiten, den Lift auseinanderzuziehen. Und die kirgisischen Männer würden ja nie auf die Idee kommen einem zu helfen. Also nach den ersten gescheiterten Versuchen hat es dann mal geklappt. Ich musste mich echt konzetrieren, das Gleichgewicht zu halten... aber als ich dann kurz nach vorne geschaut habe, war doch der Skifahrer auf einmal 1 Meter über den Boden... Ich dachte erst, das ist eine optische Täuschung...aber als ich an der Stelle war, bin ich echt mit dem Lift abgehoben und ein paar Meter lang geschwebt;-) sowas habe ich echt noch nie erlebt. Es war also wirklich ein Abenteuerlift.

An einem anderen Wochenende war ich in der Oper und habe mir die Zauberflöte auf russisch angeschaut. Da ich vorher noch nie in der Oper war, kann ich es leider nicht beurteilen ob es gut oder schlecht war. Aber ich habe für die Oper umgerechnet nur 1,50 € bezahlt...dementsprechend kalt war es aber auch in der Oper. Weil die Heizung eingespart wird.

Ja und ansonsten habe ich im Januar soviel Neujahrsfeste hinter mich gebracht wie noch nie zuvor. Erst habe ich, wie schon erwähnt das "normale" Neujahr am 31.12 gefeiert. Am 6.01 habe ich dann das russiche Neujahr gefeiert. Am 14.01 habe ich Abschied vom alten Jahr gefeiert. Ein Freund von mir erzählt mir, dass von 6.01 - 14.01 die Russen in der Regel einfach nur betrunken sind, da in dieser Woche auch normalerweise nicht gearbeitet wird und man ständig das neue Jahr begrüßt oder das alte verabschiedet. Naja, am 22.01 habe ich dann das chinesische Neujahr gefeiert. Es ist Jahr des Drachens, und für mich also besonders, da ich im Jahr des Drachen geboren bin. EInen Tag später kam dann eine koreanische Freundin vorbei und feierte mit der WG das koreanische Neujahr... Ich bin wirklich vorzüglich in alle diese Jahre reingerutscht...und es kann eigentlich nichts schiefgehen dieses Jahr.

Über die Arbeit

Meine Arbeit war doch im Januar sehr ruhig. Es sind kaum Kinder im Kindergarten, was es für mich doch teilwiese etwas langweilig macht. Teilwiese waren wir 6 Betreuer und 3 Kinder. Und ich musste echt 7 Stunden auf Arbeit rumsitzen. Das war so deprimierend. Ich vermisse teilweise auch echt mal wieder als Krankenschwester zu arbeiten. Mal wieder Verbände machen, Tabletten verabreichen und einfach eigentverantwortlich zu arbeiten. Das einzige pflegerische was ich hier mache ist Kinder lagern (was von meinen Kollegen nicht anerkannt wird) und manchmal kommen Nachbarn vorbei und ich muss Ihnen eine I.M. Spritze in den Po geben...

Die Arbeit mit den Pferden geht mit einem Pferd gut voran. Dieses Pferd hat sich aber die letzte Woche verletzt... Ich finde, dass es eine tiefe Wunde ist. Aber der Pfleger sagt, dass es eine kleine WUnde ist. Ich sage, dass Pferd lahmt, der Pfleger sagt, alles ist gut... Ich sage nichts, der Pfleger sagt, ich soll mir einen Mann von hier nehmen, heiraten und 5 Kinder kriegen;-O So sind die Konservationen mit einem kirgischen Mann.. ein Wunder dass er mit mir Ausländerin überhaupt redet. Aber eigentlich ist er nett....aber ein kirgisischem Mann hat ein kleines, deutsches Mädchen einfach mal nichts zu sagen...

Ja das Wetter hier ist weiterhin kalt. Nächste Woche wird es wieder minus 20 Grad...es schneit und schneit ... Die Straßen sind glatt...Wenn ich eine Maschruttka anhalte muss ich einen Bremsweg von bis zu 10 Metern einrechnen.

Wenn ihr mal fragen habt zu bestimmten Sachen, dann schreibt einfach mal eine Mail. Mittlerweile habe ich echt Routine bekommen...und nehme manche Sachen gar nicht mehr so wahr. Im Juni bekomme ich dann wahrscheinlich auch meinen ersten Besuch von meiner Cousine. ich bin schon gespannt, wie sie Kirgistan findet... Ich habe mich ja mittlerweile echt in dieses Land verliebt.

31.1.12 14:59


Dezembererlebnisse

Wow! Der Dezember ist an mir vorbeigeflogen, wie ich es noch nie erlebt habe! Es war ein wahrer Feiermarathon, den ich im letzten Monat mit meinen Mitbewohnern absolviert habe!

Zuerst haben wir einen Club gefunden, der unser Stammclub geworden ist. Das "Zeppelin" ist ein Rockclub, der Anfang der 90-ger in Bischkek gegründet wurde. Es spielen immer Livebands und es sind auch in der Regel die gleichen Leute da. Es ist eine gemütliche Absteige. Aber der Alkohol ist günstig, die Leute sehr nett und die Musik nach meinem Geschmack. Und wenn man kostümiert hinkommt, dann muss man auch keinen Eintritt zahlen. Da ich Verkleidungen sehr mag, bin ich natürlich immer verkleidet;-)! Den einen Tag war eine Kubaparty im Zeppelin und Nadja und ich sind als Che Guevara- Freiheitskämpfer gegangen. Lukas als Fidel Castro;-)! Wir sahen also alle ziemlich wild aus. Als wir dann im Zeppelin angekommen sind, wollte uns der Türsteher aber nicht reinlassen, da ihm scheinbar die Kostüme nicht gut genug waren... nach einigem diskutieren und erklären ließ er uns dann endlich mal rein...Dort stellten wir dann fest, dass der ganze Saal mit Jamaikaflaggen dekoriert war! Wir waren sehr verwirrt...und dachten erst, wir hätten falsche Verkleidungen. Aber dann habe ich ein Che Guevara Bild neben dem Bild von Bob Marley gesehen...Naja, wir kümmerten uns nicht weiter drum. Durch Zufall hörte ich, wie der Sänger der Band irgendwas von Fidel Castro erzählte...Es stellte sich heraus, dass wir den Kostümpreis gewonnen hatten (ich glaube, wir waren die einzigen im Kostüm). Unser Preis war eine Flasche Rum, der dann auch erstmal mit ein paar anderen ausgetrunken wurden.  So ähnlich, laufen die Abende im Zeppelin eigentlich immer ab! Und ich freue mich auf die, die noch folgen.

Das Wetter

Im Dezember habe ich die kältesten Tage meines Lebens erlebt. Wir hatten Minus 20 Grad und Nachts war es sogar noch kälter. Morgens das warme Bett zu verlassen hat mich echt Überwindung gekostet. Und wenn ich dann zur Arbeit gegangen bin, habe ich echt gemerkt, wie mir alles abfriert. Es ist auch schwierig diese kalte Luft einzuatmen. Die Straßen waren zu der Zeit total gefroren und es war sehr, sehr glatt. Trotzdem sind die kirgisischen Frauen alle weiterhin mit hochhackigen Schuhen zur Arbeit gegangen. Das ist echt ein Wunder. Ich habe mich in dieser Zeit trotz Schuhe mit gutem Profil ziemlich oft auf dem Boden wiedergefunden. Während es so kalt war, funktionierte die Heizung im Kindergarten nicht richtig, und der Schulbus fuhr auch nicht. Wir waren also nur mit ein paar Kindern in dem ziemlich kalten Kindergarten.

Auf Arbeit haben wir auch eine ziemlich große Weihnachtsfeier gehabt. Mit Fernsehübertragung, Livesängern und Kumusspielern. Ich bin jetzt auch für die Pferdepflege verantwortlich...das macht sehr viel Spaß, bringt aber auch ziemlich viel Stress mit dem Pfleger...

Ja dann haben wir in unserer WG auch Weihnachten und Silvester gefeiert. Zum Glück für uns, dass Weihnachten auf einen Samstag fiel. Wir haben schön gekocht und sind danach dann natürlich ins Zeppelin gegangen. Kurz bevor unsere Gäste gekommen sind, hatten wir dann auch noch einen ziemlich großen Wasserrohrbruch in der Küche...Diese funktioniert seitdem nicht und wir müssen unser Geschirr immer im Badezimmer waschen...ist etwas umständlich.

Silvester haben wir auch eine WG-Party gemacht. Diese ging aber erst gegen 2 Uhr Nachts los, da alle Einheimischen erst zuhause gefeiert haben und dann auf die Partys gehen. Nach ein paar Stunden Schlaf bin ich dann zu einem Freund gefahren und wir haben bei ihm zuhause Schaschlik gemacht und dort weitergefeiert. Im Endeffekt habe ich Silvester vom 31.01 - 2.01 gefeiert. Mit ziemlich wenig Schlaf, einigem Alkohol und sehr viel Spaß.

Ja ihr seht, mir geht´s hier sehr gut. Ich habe mich eingelebt und lerne immer mehr Leute kennen. Der Dezember war ein wirklich schöner Monat für mich und End Januar werdet ihr wieder neues von mir hören.

Sarah

9.1.12 03:07


Novembererlebnisse

"Nein, das ist kein Schmetterling, das ist eine Blume!  Nein, das ist kein Vogel, das ist ein Schmetterling!Nein,nein, nein, dass ist doch alles ganz falsch!" (Klopfer aus Bambi).

In den letzten Wochen ist so einiges passiert an der Ostfront. Und ich fühle mich ein bisschen wie Bambi, dem alles erklärt werden muss. Alle wissen Bescheid und ich weiß nichts...

Über die Arbeit

Auf meiner Arbeit gefällt es mir nach wie vor gut. Ich kann mit den Kindern ganz gut ohne Worte kommunizieren, aber so richtig befriedigend ist das nicht. Gestern haben wir Laternenfest gefeiert. Das war serh schön. Ich hatte ja im Vorfeld einige Bedenken, weil ich da natürlich mit deutscher Planung rangehen wollte. Aber die Kirgisen sind nicht so die Planer...im Endeffekt war das sehr gut, da die Hälfte der Kinder nicht zu dem Fest gekommen sind und deswegen sowieso alles anders gemacht werden musste. Wir haben alle den Kindergarten dekoriert und dann unser Stück aufgeführt. Danach haben wir alle zusammen königlich gespeist und zum Schluss sind wir in den Hof gegangen und haben unsere selbstegbastelten Laternen angezündet.

Dordoj-Basar

Letztes Wochenende fand dann mein erster Besuch auf dem Dordoj-Basar statt. Dieser Basar ist der größte Basar in Zentralasien. Also morgens früh aufgestanden und dann ab in die Maschruttka und zum Basar gefahren. Ich weiß leider nicht, wieviel ich von dem Basar gesehen habe und ohne meine beiden Begleiterinnen hätte ich mich verlaufen. Der Basar besteht aus vielen verschiedenen Hallen, die nach Thema sortiert sind (Kleidung, Schuhe, Küche, Badezimmer, Decken,Gewürze, Obst...) Es ist einfach riesig und überall gibt es Gänge die woanders hinführen und alles sieht interessant und gut aus. Ich war 5 Stunden auf dem Basar und habe mir 2 Arbeitshosen gekauft, Wolle und Stricknadeln, sehr gute Wiinterschuhe, getrocknete Kiwis (sehr lecker) und ein Glätteisen. zum Schluss gab es dann noch eine türk. Pizza und dann sind wir wieder nach Hause gefahren. Die Heimfahrt war leider nicht so schön, da die Maschruttka sehr voll war. Ich hatte echt Probleme zu stehen und dabei musste ich noch meine Taschen tragen. Ich hatte auch von dem Glätteeisen eine kleine Schachtel, die ich unbedingt haben wollte um mein Haarzeugs hinein zu tun. Nun ja, die Schachtel ist bei mir im Zimmer angekommen und mein Haarzeugs liegt auch darin, aber der Transport der Schachtel hat mich bestimmt 2 graue Haare gekostet...

Wanderungen

An den letzten beiden Wochenenden habe ich zwei Wanderungen unternommen. Das ist immer sehr schön, da man dann aus Bischkek mal rauskommt und was anderes sieht. Die Wanderungen sind immer sehr gemischt mit Kirgisen und Ausländern zusammen.Gegen 8.00 Uhr treffen sich alle und wir fahren zusammen aus der Stadt in die Berge. DIe Kirgisinnen sind für deutsche Wander-Verhältnisse immer total schick angezogen mit teilweise hochhackigen Schuhen und meistens tragen sie eine Handtasche...

Die kirgisischen Berge sind einfach spektakulär und total beeindruckend. Der Anblick ist echt super um den Kopf frei zu kriegen! Und das Mittagessen irgendwo mitten in den Bergen, welches bei mir aus trockenem Brot und einem Schokoriegel besteht, ist einfach schön. Einmal sind wir sogar zu heißen Quellen gefahren und haben darin gebadet. Das war echt so toll!! Es war alles draussen. Das heißt, die Umkleide befand sich draussen und man musste sich bei ca. 0 Grad draussen umziehen und ist dann schnell in die heiße Quelle gesprungen. Das Wasser der Quelle wurde in einem kleinen Swimmingpool gesammelt und war so um die 35 Grad warm. Wir sind dann auch einmal raus in den Schnee gesprungen und haben uns damit eingerieben und dann wieder zurück in die Quelle. Nur das Umziehen war wieder sehr kalt! Aber danach habe ich mich einfach super gefühlt.

Über mich

Mitr geht es ganz gut soweit. Klar vermisse ich es mich mitteilen zu können oder etwas zu verstehen. Aber ich habe gelernt, mein Gehirn einfach auszuschalten und an nichts zu denken. Das ist eine Kunst! In Deutschland hätte ich das nicht gekonnt.  Aber ich nehme Russischstunden und ich hoffe, dass ich bald mehr verstehe.

Ja ansonsten lerne ich hier viele Leute von der ganzen Welt kennen. Aber ich habe wenig mit Einheimischen zu tun. Ich habe mir jetzt einen Finanzplan erstellt, weil ich zuviel Geld ausgegeben habe...Mal gucken ob mich das bremst;-) Achja und ich möchte mir einen Schal stricken. Morgen will ich anfangen. ich werde euch über meine Fortschritte informieren.

Aber ich vermisse euch trotz aller Erlebnisse sehr! Und ich bin unglaublich dankbar und beeindruckt, wie ihr mir alle zusprecht, mich aufbaut, mir zuhört und für mich betet! Damit hätte ich nie gerechnet und ich verstehe jetzt erst richtig, was ich für wundervolle Menschen an meiner Seite habe!

Zum Schluss noch ein Zitat aus meinem Lieblingsfilm, Ich habe mir vorgenommen, die "stumme" Zeit einfach mit dieser Sichtweise zu sehen.

"Doch Sie haben unrecht wenn sie denken die Freude im Leben würde hauptsächlich aus menschlichen Beziehungen erwachsen. Gott hat sie überall um uns angelegt. Sie steckt überall drin, in allen Dingen die wir fähig sind zu erfahren. Die Menschen müssen nur ihre sichtweise auf diese Dinge verändern" (into the wild).

3.12.11 08:35


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