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Sarah in Kirgistan

Reiseberichte, Eindrücke und Erlebtes



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Fast 2 Wochen hier ;-)

Nach fast 2 Wochen, in denen ich in Bishkek bin, kommt es mir vor, als wäre ich viel länger hier.  Meine ganzen deutschen Erlebnisse sind sehr weit weg. Ich denke, dass liegt vor allem an meinen Erlebnissen. Jeden Abend bin ich immer so müde... Darum wird es Zeit, euch mal wieder auf den neusten Stand zu bringen.

 
 Meine Arbeit:

Insgesamt habe ich erst 4 Tage gearbeitet. Aber ich mag meine Arbeit sehr. Meine Kollegen sind  bemüht um mich. Die Kinder sind auch geduldig und haben Wege gefunden, ohne Worte zu kommunizieren. Weiterhin habe ich geholfen, die 1500 Spendenbriefe zu verschicken. In den nächsten Wochen soll ich dann für die Mitarbeiter einen Trommelkurs beginnen. Darauf freue ich mich schon. Ansonsten würde ich gerne eine Snoozel-Ecke einrichten... Es gibt immer viel zu tun und die Chefin Karla Maria Schälicke freut sich über Veränderungsvorschläge.
 

Mein Ausflug:

Ich habe von meiner Chefin einen Tag frei bekommen und konnte an einem drei-tägigen Ausflug teilnehmen. In Kirgistan ist es nämlich so, dass wenn ein Feiertag auf einen freien Tag fällt, dann wird der Feiertag um einen Tag verschoben;-). Also bin ich mit 5 anderen Freiwilligen in Richtung Nord-Osten aufgebrochen. Unterwegs habe ich festgestellt, dass mein Pass noch in der WG liegt!! Ich hatte echt Panik, dass ich kontrolliert werde und habe mich die ganze Zeit gefragt: "Was passiert dann?". Ausgerechnet an diesem Tag sind wir ein Stück durch Kasachstan gefahren und es waren viele Polizisten zu sehen... Also ihr könnt euch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe! Am nächsten Tag meinte aber unser Fahrer zu mir, dass das nicht schlimm ist, hier werden nie die Reisepässe kontrolliert. So konnte ich das unbeschreibliche Panorama von den Bergen und dem See Issik-Kül in Ruhe auf mich wirken lassen. Der Ausflug war wirklich super.  Auf unserer Rückfahrt, sind wir dann wieder durch Kasachstan gefahren und wurden auch von der Polizei angehalten! Erstaunlicherweise bin ich ziemlich ruhig geblieben...Und sie wollten auch keine Papiere sehen. Nur die vom Auto.

Über Bishkek:
Über meinen neuen Wohnort kann ich leider noch nicht viel berichten. Ich habe einfach nicht viel davon gesehen. Mittlerweile kann ich alleine zur Arbeit fahren und komme auch wieder zurück. Aber Maschruttka fahren ist einfach eine Sache für sich... In Bishkek geht man in der Regel auf den Basar zum einkaufen. Die Basare sind riesig und für mich Europäer sehr unübersichtlich. Auf den Basaren gibt es alles. Leider kann ich mir keine Kleidung kaufen, weil ich viel zu groß (und zu dick) bin. Die kirgisischen Frauen sind nämlich sehr hübsch und habe tolle Figuren! Sie sind ca. einen Kopf kleiner als ich und sehr zierlich. Und dementsprechend  ist die Kleidung hier auch. Ansonsten gibt es hier eine Supermarktkette, die 7 Tage die Woche rund um die Uhr offen hat! Das ist wirklich super! Dann war ich gestern noch in einem riesigen Kaufhaus, in dem es alles gab was vorstellbar ist; Laptops, E-Books, Handtaschen, Kleidung,...! Ist natürlich ein teurer Laden und die Preise sind gleich wie in Deutschland...Aber so ein E-book, wäre schon was feines;-).  Im Kino war ich auch schon und habe mir einen kirgisischen Film über Bishkek angeschaut. Es war schon spannend einen Film zu gucken ohne die Sprache zu verstehen. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich ein Wort erkannt habe... und nie an den lustigen Stellen gelacht!
 

Über mich:
Ich muss sagen, die ersten Tage hatte ich so viele neue Eindrücke, dass ich die ganze Zeit nur nach Hause wollte. Es ist einfach wirklich viel, was mein Kopf zu verarbeiten hat. Jeden Abend war ich fix und fertig! Und da ging in der WG erst das Leben los...  Seit den letzten Tagen geht es mir schon besser und ich fühle mich in den Sachen die ich täglich machen muss sicherer. Ansonsten beginnt nächste Woche endlich mein Sprachkurs! Jedoch versuche ich jetzt schon wichtige Worte, welche ich brauche zu lernen. Ja ansonsten vermisse ich Kaffee! Aber ich habe ganz guten Cappuccino gefunden, den ich erst mal als Ersatz nehmen kann. 
 

Fühlt euch alle von mir gedrückt! Ich denke oft an euch.

Sarah

13.11.11 06:05


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Die ersten Tage

Ich habe gerade den ersten Arbeitstag hinter mich gebracht und ich denke, es wird Zeit, dass ihr von mir hört.

Den Flug habe ich gut überstanden. Im ersten Flieger Richtung Moskau saß ich in einer Maschine gefüllt mit vietnamesichen Großfamilien. Die Lautstärke war enorm, so dass ich keine Durchsage verstanden habe. Dann endlich in Moskau angekommen, musste ich erstmal auf die Toilette...kaum habe ich das stille Örtchen verlassen, war überhaupt niemand mehr zu sehen oder zu hören...Also bin ich in die Richtung gegangen, in der die anderen Passagiere verschwunden waren. Nach der nächsten Kurve standen sie alle (mucksmäuschenstill!!!) und haben auf ihre Passkontrolle gewartet. Als ich dran war wurde mir auf russichem Englisch mitgeteilt, dass ich zu Terminal F muss und irgendwas von 25 min. Fussweg. Da ich bisher noch kein Wort verstanden habe, dachte ich mir, dass kann nicht sein. Nach 30 Minuten Fußweg (mit ein paar kleinen Irrungen und Wirrungen) bin ich dann endlich bei Terminal F angekommen. Der Flug nach Kirgistan war dann auch O.K. In Kirgistan habe ich dann leider ein zweites Visum beantragt, weil ich wieder nichts verstanden habe...Die Frau am Schalter war "not amused" über die doppelte Schreibarbeit. Zu meiner großen Überraschung, standen am Ausgang dann auch zwei von meinen Mitbewohnern und luden mich in ein privates Taxi ein.

In der WG angekommen (6 Uhr früh). War leider noch niemand wach und wir tranken erstmal Chai (Tee). Hat mir im ersten Moment leider gar nicht geschmeckt, mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, denn es gibt einfach immer Chai...Den ersten Tag habe ich dann mit den ersten Einkäufen und kennenlernen der WG hinter mich gebracht. In der WG wird Englisch gesprochen, aber ich merke, langsam kann ich mich doch ganz gut auf Englisch mitteilen und ich verstehe 80% des Gesagten...( Ja Mama, ich wollte nie Vokabeln lernen).

Heute hatte ich dann endlich den ersten Arbeitstag. Ich bin mit Lukas zusammen Maschruttka gefahren. Ich arbeite mit ihm (zum Glück) im gleichen Projekt und wir haben gleiche Arbeitszeiten. Dadurch bin ich auch angekommen wo ich hinsollte und wieder zurückgekommen. Meine Arbeit war super! zuerst wurde ich der Chefin vorgestellt, die Deutsche ist. Mit ihr habe ich das Organisatorische und meine Aufgaben besprochen.Glücklicherweise bin ich im Kindergarten gelandet. Meine Arbeitszeiten sind von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr und auch nur von Montag-Freitag. Im Kindergarten arbeite ich mit 3 anderen Frauen zusammen. 2 davon sind Erzieherinnen und eine ist die Köchin und Putzfee. Wir haben eine gute Köchin es gibt Morgens Milchreis (etwas gewöhnungsbedürftig) Mittags Suppe und etwas anderes (heute Nudeln) und zum Nachmittag nochmal Kekse. Zu trinken gibt es immer Chai. Da alle Kinder einen Mittagsschlaf machen, habe ich von 13-14.30 Uhr Mittagspause. Die Zeit werde ich nutzen um mit der einen Erzieherin Russich zu lernen. Sie war selbst für 2 Jahre in Deutschland (als Au pair) und konnte mir heute alles auf deutsch sagen. Das hat es für mich sehr einfach gemacht. Ich weiß von meinen Mitb ewohnern, dass die in Projekten sind, wo niemand deutsch spricht...

Ich glaube, das reicht für´s erste. Wenn ihr mehr wissen wollt oder Fragen habt, dann schreibt mir einfach eine Mail.

paka

Sarah

3.11.11 15:47


Es wird Ernst!

Liebe Leser, endlich steht der genaue Flugtermin fest. Am 1.11.2011 werde ich gegen 14 Uhr das Land verlassen. Es überrascht mich schon ein bisschen auf einmal den genauen Abflugtermin zu haben und ich stelle mit großem Entsetzen fest, das ist in 13 Tagen!! Nun heißt es für mich (langsam) Tasche packen und die Dokumente kopieren... Ich werde euch vor Ort auf dem Laufenden halten. Bis dahin alles Gute Sarah
19.10.11 15:55


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